Feuchtwangen. Mobilitätsstadt.

Unser Busverkehr muss gesichert sein

Die Bahnreaktivierung steht nach wie vor im Raum und es stellt sich weiterhin die Frage, ob das Projekt für unsere Bevölkerung sinnvoll ist – und für die Stadt rentabel. Für uns steht auf jeden Fall fest, dass ein tragfähiger Finanzierungsplan für die Erstinvestition und für die Unterhaltsfinanzierung eine absolute Notwendigkeit darstellt. „Eine Regionalbahn mag Nischen wie Tourismus und Freizeitverkehr abdecken und verdient dafür Unterstützung; ihre Kosten müssen aber bekannt sein und sich im Rahmen bewegen“, sagt unser Stadtrat Jürgen Kiderlen. 

Genauso muss gesichert sein, dass sich das Busverkehrsangebot nicht verschlechtert. Durch die Bahnreaktivierung dürfen die Außenorte nicht benachteiligt werden. Schließlich spielen die Stadtbuslinien und die Buslinien des Landkreises für unsere Mobilität eine entscheidende Rolle. „Unsere Bürgerinnen und Bürger sind auf den Individualverkehr angewiesen: Ob in der Stadt oder zwischen den Ortsteilen, mit Auto, Fahrrad, E-Bike oder zu Fuß, – Stadtbus und Mitfahrerbänke haben da nur eine unterstützende Funktion. Öffentlicher Personennahverkehr in der Fläche kann nur Orte anfahren, wenn er mit Bussen flexibel ist. All das setzt eine intakte Infrastruktur voraus, einen guten Ausbau der Straßen und Verkehrswege“, hebt Jürgen Kiderlen hervor. Dazu zählt auch das Radwegenetz, dessen Lücken wir schließen wollen.

Die Umfahrung des Ortsteils Sommerau kommt

Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen sind wir in Sachen Umfahrung des Ortsteils Sommerau einen Schritt weiter. Für das Vorhaben besteht nun Baurecht, somit kann der vollständige Grunderwerb erfolgen und die Details können geplant werden. Den Baubeginn sehen wir für 2021 vor.

Der Grunderwerb für die Westumfahrung erfolgte bereits und endlich besteht auch hierfür das Baurecht, jedoch nur für die Straße. Der Bahnübergang wurde hingegen beklagt. Bevor es an die Umsetzung gehen kann, muss das Verwaltungsgericht eine Entscheidung treffen. Die Planungen gehen aber derweil weiter. Natürlich müsste die Bahn mit der Westumfahrung kompatibel sein.

 


Ein attraktiver Marktplatz

Ein weiteres unserer Ziele ist es, den Marktplatz für Besucher von Gastronomie und Geschäften attraktiver sowie barrierefrei zu gestalten. Dazu gehört unter anderem die Erneuerung des Pflasterbelages. Wir wünschen uns weniger Autos und mehr Leben. Schließlich möchten wir, dass unser Marktplatz der „Festsaal Frankens“ bleibt. Ein groß angelegter Bürgerbeteiligungsprozess soll stattfinden, damit unsere Feuchtwangerinnen und Feuchtwanger gemeinsam mit einem Planungsbüro an der Umgestaltung arbeiten.

FEU